Rezidiverkennung bei schwerer psychischer Erkrankung durch Smartphone-App

Schwere psychiatrische Erkrankungen wie Schizophrenie, bipolare Störungen und schwere Depressionen gehören zu den häufigsten Ursachen für Invalidität und eine verkürzte Lebenserwartung. Sie verlaufen meist in Episoden mit symptomarmen Phasen und Rückfällen. Rezidiven scheinen neurobiologische Veränderungen zu verursachen, die die Wahrscheinlichkeit weiterer Rezidiven in der Zukunft erhöhen.

Die aktuellen klinischen Monitoring-Methoden sind sehr teuer und basieren auf retrospektiven Einschätzungen, die oft nicht das wirklich psychische Funktionieren und den Krankheitsverlauf widerspiegeln. Aus diesen Gründen hat eine Behandlungsstrategie, die eine kontinuierliche Datenerfassung nutzt, das Potenzial, zu sichereren und angenehmeren Behandlungsstrategien für Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen beizutragen.

In diesem Projekt verfolgen unsere Forscher:innen das Ziel, eine Studie zu initiieren, um eine Applikation zu entwickeln, die den Ansatz der Rückfallprävention durch die Überwachung von Frühwarnzeichen im Alltag unterstützt und den Umgang mit diesen Erkrankungen im klinischen Alltag verbessert.

Diskretes Monitoring hilft den Patient:innen wie auch den Betreuungspersonen, sich des erhöhten Rezidivrisikos bewusst zu werden und eine schnelle und geeignete Behandlungsstrategie einzuleiten. Im Rahmen dieses Projekts arbeiten unsere Wissenschaftler:innen aktiv mit dem Netzwerk für psychische Gesundheit in Freiburg zusammen.

Danksagung

Diese Studie wird durch die Stiftung der Universität Freiburg sowie durch ihre zahlreichen Spender:innen unterstützt, die anonym bleiben möchten. Unser herzlicher Dank gilt allen Unterstützer:innen.